Blutegeltherapie - Ilm-Praxis

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klassische Heilverfahren
Blutegel

Bei einer Blutegeltherapie werden im Schnitt  4-10 Blutegel angesetzt.
Der Biss des Blutegels tut nicht mehr weh als ein Mückenstich.

Das war schon der Schmerz — ab da wird Ihnen die Behandlung ein Wohlgefühl bereiten.

Der Blutegel spritzt während des Saugens Hirudin in die Wunde. Dadurch wird das Blut verdünnt, die Durchblutung wird gefördert, Krämpfe gelöst und gleichzeitig wirkt der Blutegelbiss entzündungshemmend.


Blutegel helfen dadurch insbesonders bei:

• Krampfadern
• Rheuma, Arthrose und Gicht
• Thrombosen
• Bluterguss, Quetschungen, Prellungen
• Muskelfaserrissen
• Venenentzündungen
• Hämorrhoiden
• Abszessen und Furunkeln
• Tinnitus
• Spannungskopfschmerzen

Gegenanzeigen für eine Blutegeltherapie

Bei den folgenden Gegenanzeigen darf keine Blutegeltherapie durchgeführt werden:

• Patienten mit Blutgerinnungsstörungen
• Allergien gegen das Sekret des Blutegels
• Immunsuppression
• starke Blutarmut
• Einnahme von gerinnungshemmenden, blutverdünnenden und quecksilberhaltigen Medikamenten


Der Ablauf der Blutegeltherapie

Nach einer gründlichen Reinigung und einer Durchblutungsförderung des Ansatzstelle werden die Blutegel an die vorgesehene Stelle aufgesetzt.
Die Egel saugen im Schnitt ca. 30 Minuten (manchmal auch bis zu 2 Stunden). Sind sie vollgesaugt fallen sie von alleine ab. Da das Sekret des Blutegel gerinnungshemmend wirkt, kommt es zu einer Nachblutung.
Dies kann bis zu 24 Stunden dauern. Daher ist es wichtig, einen möglichst saugfähigen Verband anzulegen.
Der Verband darf nicht zu fest anliegen damit die Nachblutung nicht unterbrochen wird, denn sie bewirkt eine Reinigung der Wunde und ist Bestandteil der Therapie.


Patienteninfos zur Blutegeltherapie

Mindestens zwei Tage vor der Blutegelbehandlung keine Duftstoffe, Duschgels oder Salben auf jene Hautpartien
aufbringen, wo die Blutegel beißen sollen. Blutegel beißen bei Vorhandensein dieser Düfte schlecht.

  • Für die Blutegelbehandlung sollte der Patient eine bequeme und lockere Kleidung tragen. Um einen entsprechenden Verband nach der Blutegeltherapie anbringen zu können, muss die Kleidung entsprechend weit sein.

  • Für den Tag der Blutegelbehandlung empfiehlt es sich, körperliche Tätigkeiten zu vermeiden und sich einen Ruhetag zu gönnen.

  • Wichtig ist, dass der Patient am Tage der Behandlung viel Flüssigkeit in Form von Wasser oder auch Säften zu sich nimmt.

  • Der Verband muss entsprechend der Nachblutung gewechselt werden.


Patienten zeigen sehr unterschiedliche Reaktionen auf die Blutegeltherapie. Bei manchen Patienten führt die Blutegeltherapie zu einer Müdigkeit, andere wiederum werden sehr aktiv.

Nebenwirkungen der Blutegeltherapie

Lokale Reaktionen:
Bei fast allen Blutegelbehandlungen tritt nach der Therapie um die Bissstelle eine Rötung mit einer Schwellung ein, die mit einem Juckreiz verbunden ist. Dies ist in der Regel harmlos. Eine Behandlung mit kühlenden und juckreizstillenden Medikamenten wird empfohlen. Ein Kratzen sollte unterbleiben, da dadurch die Gefahr einer sekundären Wundinfektion gegeben ist.

Kreislaufreaktionen:
Bei einer Behandlung mit 10 Blutegeln beträgt der Blutverlust 200 bis 400 Milliliter. Dadurch kann es in sehr seltenen Fällen bei einzelnen Patienten zu einer Kreislaufschwäche kommen.

Seltene Nebenwirkungen:
sind eine verstärkte bzw. verlängerte Nachblutung, Allergien, Wundinfektionen und Wundheilungsstörungen.

 
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