Ästhetik · Häufige Fragen

Häufige Fragen zu Polymilchsäure

Alle wichtigen Antworten rund um die Behandlung mit Polymilchsäure (PLLA/PDLLA) in Ilmenau, von der Wirkweise bis zur Nachsorge. Ist Ihre Frage nicht dabei, melden Sie sich gerne direkt.

Was ist Polymilchsäure und wie wirkt sie? +

Polymilchsäure ist ein biologisch abbaubarer Wirkstoff, der zu den sogenannten Biostimulatoren zählt. Anders als ein klassischer Filler füllt sie nicht einfach Volumen auf. Sie soll Ihren Körper dazu anregen, selbst neues Kollagen zu bilden.

Nach der Injektion reagiert das Gewebe auf die feinen Partikel und bildet nach und nach eigenes Kollagen. Die Polymilchsäure selbst wird im Laufe der Zeit vollständig abgebaut.

Was ist der Unterschied zwischen PLA, PLLA und PDLLA? +

PLA steht für Polymilchsäure (englisch: Poly Lactic Acid) und ist der Oberbegriff. Milchsäure gibt es in zwei spiegelbildlichen Formen, der L-Form und der D-Form. Je nachdem, welche Form verwendet wird, entstehen unterschiedliche Materialien:

  • PLLA (Poly-L-Milchsäure) besteht nur aus der L-Form. Das Material hat eine teilweise kristalline Struktur und wird im Gewebe langsam abgebaut. PLLA wird in der ästhetischen Behandlung schon seit vielen Jahren eingesetzt.
  • PDLLA (Poly-D,L-Milchsäure), zum Beispiel Lenisna, ist eine Mischung aus L- und D-Form. Das Material hat keine kristalline Struktur (es ist amorph). In der Ästhetik wird es meist als sehr kleine, kugelförmige Teilchen (Mikrosphären) verwendet und oft mit Hyaluronsäure kombiniert.

Beide Formen wirken nach demselben Prinzip: Sie sollen Ihren Körper dazu anregen, selbst neues Kollagen zu bilden. Mit der Zeit werden sie vollständig abgebaut.

Was ist das Besondere an PDLLA mit Hyaluronsäure? +

Bei diesen Produkten sind PDLLA-Mikrosphären mit nicht vernetzter Hyaluronsäure kombiniert. Die Hyaluronsäure bindet Feuchtigkeit in der Haut. Die Polymilchsäure regt über die folgenden Wochen die körpereigene Kollagenbildung an.

Es gibt diese Produkte in verschiedenen Konzentrationen. Höher dosierte Varianten werden eher tiefer eingebracht, zum Beispiel für Kontur und Volumen. Niedriger dosierte Varianten sind eher für die Hautqualität gedacht.

Worin unterscheidet sich Polymilchsäure von einem Hyaluron-Filler? +

Ein Hyaluron-Filler füllt ein Areal direkt mit Volumen auf. Das Ergebnis ist sofort sichtbar.

Polymilchsäure setzt dagegen auf die körpereigene Kollagenbildung. Das Ergebnis entwickelt sich deshalb schrittweise über einige Wochen. Welche Methode für Sie besser passt, besprechen wir im Beratungsgespräch. Mehr zu Hyaluron finden Sie auf meiner Seite Hyaluron-Behandlung.

Welche Bereiche können mit Polymilchsäure behandelt werden? +

In meiner Praxis behandle ich mit Polymilchsäure folgende Bereiche:

  • Gesicht
  • Hals und Dekolleté
  • Hände
  • Körper: Po, Oberarme, Knie und Bauch
Wie viele Sitzungen sind nötig? +

In der Regel empfehle ich 2 bis 3 Sitzungen im Abstand von 4 bis 6 Wochen. Wie viele Sitzungen Sie genau brauchen, hängt vom Behandlungsbereich und Ihrem Hautbild ab. Das lege ich mit Ihnen im Beratungsgespräch fest.

Tut die Behandlung weh? +

Ich sorge dafür, dass die Behandlung für Sie möglichst angenehm ist. Je nach Produkt trage ich vorher eine Betäubungscreme auf, oder das Produkt enthält bereits ein lokales Betäubungsmittel (Lidocain).

Meist arbeite ich mit einer stumpfen Kanüle. So sind weniger Einstiche nötig, und das Gewebe wird geschont.

Wie läuft die Behandlung ab? +
  1. Ausführliche Beratung und Anamnese
  2. Reinigung und Betäubung des Behandlungsbereichs
  3. Injektion der Polymilchsäure, meist mit stumpfer Kanüle
  4. Sanfte Massage zur gleichmäßigen Verteilung
  5. Nachsorgehinweise und Planung der nächsten Sitzung
Was muss ich nach der Behandlung beachten? +
  • Massage nach der 5-5-5-Regel: 5 Tage lang, 5-mal täglich, jeweils 5 Minuten massieren. So verteilt sich das Produkt gleichmäßig im Gewebe.
  • Kühlen: Falls der Bereich anschwillt, kühlen Sie ihn in den ersten Stunden.
  • Sport, Sauna und Sonne: Verzichten Sie einige Tage auf Sport, Sauna und Sonnenbaden.
  • Make-up: Tragen Sie am Behandlungstag kein Make-up auf die behandelten Stellen auf.
Wann sehe ich ein Ergebnis und wie lange hält es? +

Polymilchsäure regt die körpereigene Kollagenbildung an. Das Ergebnis zeigt sich deshalb nicht sofort, sondern entwickelt sich schrittweise über einige Wochen. Eine leichte Schwellung direkt nach der Behandlung ist noch nicht das Ergebnis und klingt in den folgenden Tagen ab.

Wie schnell sich ein Ergebnis zeigt und wie lange es anhält, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Dabei spielen zum Beispiel Alter, Hautbeschaffenheit, Lebensstil und der Behandlungsbereich eine Rolle.

Welche Nebenwirkungen sind möglich? +

Direkt nach der Behandlung können folgende Reaktionen auftreten. Sie klingen in der Regel nach wenigen Tagen ab:

  • Rötungen und Schwellungen
  • kleine Blutergüsse an den Einstichstellen
  • leichtes Jucken oder erhöhte Empfindlichkeit

Selten können sich kleine Knötchen im Gewebe bilden. Die Massage nach der 5-5-5-Regel hilft, das Produkt gleichmäßig zu verteilen. Über mögliche Risiken kläre ich Sie vor der Behandlung ausführlich auf.

Wann darf nicht mit Polymilchsäure behandelt werden? +

In folgenden Fällen führe ich keine Behandlung mit Polymilchsäure durch:

  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • akute Entzündungen, Herpes oder Hautinfektionen im Behandlungsbereich
  • aktive Autoimmunerkrankungen oder Neigung zu wulstigen Narben (Keloiden)
  • Blutgerinnungsstörungen oder Einnahme von Blutverdünnern (nach Rücksprache)

Bitte informieren Sie mich im Beratungsgespräch über Vorerkrankungen und Medikamente.

Welche Form der Polymilchsäure ist für mich die richtige? +

Das hängt vom Behandlungsbereich, Ihrem Hautbild und Ihrem Wunschergebnis ab. Im persönlichen Beratungsgespräch sehe ich mir Ihre Haut genau an und empfehle Ihnen das Produkt, das zu Ihnen passt.